Beau Palais de la Belle Époque: ABG-Kellerdicht-System ‚Indoor’ schützt historische Villa am Mittelmeer vor Hochwasser

22.08.2018

Es war das verfallene Schmuckstück im französischen Mittelmeerort Banyuls-sur-Mer: die Villa Théré – entworfen vom dänischen Architekten Viggo Dorph-Petersen direkt an der lokalen Strandpromenade. Architekt und Filmpreisträger Ari Hantke sanierte das Palais der Belle Époque zwischen 2014 und 2016. Um das Erdgeschoss vor den sich wiederholenden Überschwemmungen des Mittelmeers dauerhaft zu schützen, setzte Hantke auf das ABG-Kellerdicht-System ‚Indoor’.

Banyuls-sur-Mer ist ein beschaulicher Küstenort nahe der spanischen Grenze. Die 4.600 Einwohner starke Gemeinde im Languedoc-Roussillon ist mit ihren Stränden, dem pittoresken Hafen und dem bekannten Süßwein ein beliebtes Ziel für Touristen. Schmuckstück der Belle Époque, aber stark heruntergekommen, war die von Viggo Dorph- Petersen (1851-1937) entworfene Villa Théré. Der Däne hatte Architektur in Kopenhagen und Paris studiert, bevor er sich nach seinem ersten Auftrag in Perpignan beruflich niederließ. Sein klassischer Stil, gepaart mit der modernen Technik seiner Zeit, machte ihn seinerzeit bei den bürgerlichen Familien der Region sehr beliebt. Seine Herrenhäuser und Paläste prägten die Urbanität der Region um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die von ihm entworfenen Gebäude sind opulent und prächtig, dekoriert nach dem Geschmack der Zeit, mit Fenstern, Keramik, Dächern mit Dekoration, mit Mansarden und Türmchen.

Hochwasser setzte Keller und Erdgeschosse unter Wasser

Dass es sich in Banyuls-sur-Mer leben lässt, erkannte auch ein erfolgreicher Manager und beauftragte den deutschen Architekten Ari Hantke mit der Komplettsanierung des Palais. Hantke lebt seit 2005 im Nachbarort Port-Vendres. Die vierstöckige Villa liegt exponiert an der Strandpromenade, ca. einen Meter über dem Meeresspiegel. Wegen der Überflutungsgefahr, wurde die Nebenstraße vor Jahren erhöht; die Villa erhielt dadurch eine Hanglage. Gefahr drohte dem Haus auch vom nur wenige Fußschritte entfernten Küstenfluss Baillaury. Er tritt bei Hochwasser regelmäßig über das Ufer und setzt die anliegenden Keller und Erdgeschosse unter Wasser. Erst im September 2014 war die Region Languedoc-Roussillon gleich zweimal von schweren Regenfällen heimgesucht worden und die betroffene Gegend vom französischen Innenminister zum Katastrophengebiet erklärt worden.

Obergeschoss wird Erdgeschoss

Das Untergeschoss der Villa Théré lief bis dato ebenerdig in den Garten. Im Zuge des Umbaus wurde das ursprüngliche Obergeschoss zum Erdgeschoss gemacht, welches dadurch jedoch unter dem Straßenniveau lag. Dies erforderte nicht nur eine besondere Statik und die Installation einer neuen Bodenplatte, sondern auch eine spezielle Abdichtung. Hantke wandte sich an die Firma ABG Abdichtungen Boden und Gewässerschutz aus Hamburg. Ihr ABG-Kellerdicht-System ‚Indoor’ dient der Sanierung bereits bestehender, feuchter Gebäude. „Das ABG-Kellerdicht-System ‚Indoor’ überzeugte mich, da es einen absolut wasserdichten und atmungsaktiven Wohnraum garantiert, ob nun im Keller oder Erdgeschoss eines Hauses“, erklärt der Architekt. Auch wer keinen Keller hat, aber im Erdgeschoss unter Hochwasser oder aufstauendem Sickerwasser leidet, kann nach Abdichtung durch das ABG®-Kellerdicht-System ‚Indoor’ wieder trockenen Fußes sein Haus betreten.

ABG®-Kellerdicht-System ‚Indoor’ garantiert Wohnraumklima

Im Erdgeschoss legte das ABG-Team die patentierte ABG-Dichtungsbahn aus Polyethylen hoher Dichte aus. Ihre einzelnen Bahnen werden thermisch miteinander verschweißt und auf 100%ige Dichtheit geprüft. Die Bahnen wurden zudem drei Meter an den Wänden hochgeführt. Über die Dichtungsbahn kommt die ABG-Atmungsfixbahn, die für eine Hinterlüftung der Kellerwand sorgt. Um anfallendes Kondenswasser abzuführen, installierte ABG einen Kontrollschacht mit Pumpe in der Sohle. Besonders das Prinzip der Hinterlüftung leuchtete Hantke ein. „Mir war aus Erfahrung deutlich, dass anfallendes Kondenswasser abgeführt werden muss, damit ein Wohnraumklima dauerhaft entstehen kann“, sagt Hantke. Rund 475 m2 hatte das ABG-Team abzudichten.

Drei besondere Herausforderungen stellten sich der Projektleitung:

  • Die ausführliche Vorplanung. Die ABG-Monteure mussten mit ihrem Kleinbus nur einmal für drei Wochen nach Südfrankreich reisen. ABG-Geschäftsführer Kolja Winkler: „Da wir bundesweit arbeiten, ist eine sehr gute Vorplanung immer zwingend notwendig und gehört zu unseren Stärken. Sätze wie ‚das gucken wir dann mal vor Ort, wenn es soweit ist’ gibt es bei uns nicht.“
  • Die thermischen Übergänge zu den Hochwasserschotts. Damit kein Hochwasser in das Gebäude eintreten kann, wurden Hochwasserschotts in den Türen installiert. ABG band diese flüssigkeitsdicht an die Dichtungsbahn an.
  • Die Abdichtung der Hydraulik unterhalb des Fahrstuhls.

Dass beim ABG®-Kellerdicht-System ‚Indoor’ durch den Wandaufbau und den neuen Estrich ein Teil des ursprünglichen Raumvolumens verloren geht, spielte bei der aufwändigen Komplettsanierung in Banyuls keine Rolle.

Moderne Materialien hinter klassischer Fassade

Hantkes Konzept berücksichtigte die traditionelle Bauweise Dorph-Petersens und kombinierte sie mit modernen Materialen wie Glas und Metall. Hinter der klassischen Fassade schuf er ein modernes Interieur. 470 m2 Wohnfläche mit 12 Zimmern stehen den neuen Eigentümern auf vier Etagen zur Verfügung. Im neuen Erdgeschoss befinden sich u.a. die Eingangshalle mit Aufzug, eine Loggia, Weinkeller, Küche, Technik- und Kühlräume. In den drei oberen Geschossen plante Hantke einen Salon, Aufenthalt und Spielzimmer, ein Studio mit Badezimmer ‚en Suite’, die Suite der Besitzer mit Dressingroom und Bad sowie neun Zimmer mit eigenem Bad und zwei Terrassen. „Die größte Herausforderung bestand darin, die Bauherrnansprüche technisch umzustezen, was bedeutete 100%ige Qualität ohne den geringsten Kompromiss“, so Hantke.

Ergänzung und Neukreation historischer Ornamente

Für die Restaurierung holte er sich die Expertise von Dan Munteanu an seine Seite. Munteanu ist auf die Restaurierung, Ergänzung und Neukreation historischer Bauelemente und Ornamente spezialisiert. Die beiden lernten sich 2000 anlässlich der komplexen szenenbildnerischen Vorbereitung des Films „Der Stellvertreter“ von Constantin Costa-Gavras kennen. Dan Munteanu gestaltete u.a. im Gartenbereich eine Außendusche mit einem dreiteiliges Keramikmosaik frei nach Henri Matisses „Calme, Luxe et Volupté“ sowie ein Flachrelief aus Kunstharz, Gips und Patina als „Hommage à Maillol“. Aristide Maillol (1861-1944) galt als der wichtigste Antipode Auguste Rodins; Banyuls-sur-mer war sein Geburtsort und zweiter Wohnsitz.

Die resaurierte Fassade der Villa Théré strahlt mittlerweile im Glanz der französischen Sonne. „Die neuen Eigentümer müssen sich keine Sorgen wegen eines feuchten Erdgeschosses machen. Sie werden sich zu allen Jahreszeiten und bei allen Wetterlagen in ihrer Villa wohlfühlen“, sind sich Ari Hantke und Kolja Winkler sicher.

Informationen über das ABG®-Kellerdicht-System ‚Indoor’ auch im Internet unter www.abg.eu

Auf Anfrage stellen wir Ihnen 28 hochauflösende Fotos zur Verfügung.

Auf Anfrage stellen wir Ihnen 28 hochauflösende Fotos zur Verfügung.

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